Mittwoch, 19. Dezember 2007

Adventstürchen Nr.19

Ja Sabrina, es war der Kachelofen bei dem gestrigen Rätsel :-)

Da es ja nicht mehr lange ist bis Weihnachten habe ich Euch heute eine kleine Geschichte. Als holt Euch einen Kaffee oder einen warmen Tee und entspannt mal zwischendurch.

Weihnachten ohne Mutter. Eine Geschichte zum schmunzeln und zum nachdenken ;-)

Liebe Kinder,
dieses Weihnachten werdet Ihr ohne mich verbringen müsen, denn ich werde über die Feiertage verreisen. Ich weiß noch nicht genau wohin, aber ich möchte dieses Christfest mal auf eine andere Weise feiern.
Vater konnte ich nicht überzeugen mich zu begleiten. Ihr könnt also ruhig nach Hause kommen. Da die Feiertage schon seit so vielen Jahren nach festen Ritualen ablaufen, werdet Ihr es auch ohne mich schaffen.
Zwar habe ich sonst ein paar kleine Vorbereitungen getroffen, aber unter Euch sind ja drei perfekte Hausfrauen, die mir so oft gutgemeinte Ratschläge geben konnten. Die Gästebetten könnt Ihr ja bei Schmidts nebenan, und bei Hansenen ein Stück die Straße runter, leihen.
Ich wollte Euch das Festmahl nicht vorschreiben, deshalb habe ich nicht eingekauft. Die Menge für zwölf Personen errechnet Ihr einfach, indem Ihr den Viertagebedarf Eurer drei Familien zusammenrechnet. Mit meinem kleinen Wagen mußte ich auch immer ein paar Mal fahren, aber Ihr habt ja alle so schöne, große Limousinen. Wenn Ihr zusammen fahrt, ist es auch mit den schweren Getränkekisten bequemer. Vielleicht solltet Ihr auch auswärts essen, das Spülen der Geschirrberge hält immer so auf. Ansonsten benutzt ruhig mein gutes Geschirr. Ich habe jetzt eines mit Nachkaufgarantie, es macht also nichts, wenn die Kinder etwas zerschlagen. Die Preisliste liegt in der Schrankschublade. Legt einfach das Geld dazu, ich vervollständige dann später das Service.
Eines macht mir allerdings schon Sorgen: wer wird den Schlichter bei Euren diskussionen machen, wenn ich nicht da bin? Ihr wisst ja, dass Vater sich lieber heraushält. Am besten, Ihr bleibt alle ein bisschen gelassener, auch bei Erziehungsfragen. Jeder macht schließlich bei der Aufzucht des Nachwuchses Fehler, ich hab mir da auch einiges vorzuwerfen. Aber glaubt mir, es ist nie zu spät, mit dem Umerziehen anzufangen.
Übrigens finanziere ich mit dem Geld, das ich sonst für Eure Geschenke gebraucht habe, dieses Jahr meine Reise. Löst doch die Gutscheine, die Ihr für mich gekauft habt ein, und kauft Euch selbst eine Kleinigkeit.
Mit herzlichen weihnachtlichen Grüßen,
Eure Mutter.

Kommentare:

grid hat gesagt…

Jei, das haut rein! Ja, wenn es erst mal so läuft, sollte man wirklich die Konsequenzen ziehen...
LG von der Grid

*cynthia* hat gesagt…

das muß ich mir *ausleihen*!!
danke, heidi!

Sabrina hat gesagt…

:)

°christina° hat gesagt…

So schlimm ist es bei uns noch nicht, aber wenn´s mal soweit sein sollte, weiß ich zumindest was ich zu tun habe! ;)

scraptime-anja hat gesagt…

Au weia!
So möcht ich es niemals haben... *grusel*

Bea's Welt hat gesagt…

Es zuckt ein leises Schmunzeln auf meinen Lippen!!!! Die Geschichte ist genial, wenn es doch nur solche Mütter gäbe, die in dieser Situation so reagieren würden!!!!
Da freu ich mich ja richtig auf's Weihnachtsessen bei meiner "kleinen" Tochter, hab ich's nicht schön????

N. hat gesagt…

Danke :o) So eine gerissene Mutter ;-)

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